Feuerwehr Dielheim

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Ausflug

Zu einem sehr schönen Ausflug starteten wir am frühen Morgen des 02. Mai. Treffpunkt war bereits um 7:15 Uhr beim Feuerwehrhaus. Gemeinsam mit einigen Kameraden der Einsatzabteilung war unser Ziel die Flughafenfeuerwehr des Flughafen Stuttgart.

Bereits um 9:30 Uhr wurden wir dort erwartet. Der Weg führte uns durch den Sicherheitsbereich des Flughafens mit seinen Metalldetektoren direkt ans Rollfeld, wo wir mit einem ganz besonderen Fahrzeug, einem Mannschaftstransportbus mit 30 Sitzplätzen und Ausstattung für die Einsatzleitung abgeholt und zur Feuerwache gefahren wurden.

Dort angekommen beeindruckten die Flugfeldlöschfahrzeuge natürlich am meisten. Diese, wie der Name schon sagt, speziellen Fahrzeuge für Flughäfen bieten Platz für 3 Personen, einen Wassertank mit 12.500 l Löschwasser, einen Schaummitteltank mit 1.500 l Inhalt und entweder einen Löschpulvertank mit 1000 kg Inhalt oder eine CO2-Flaschenbatterie mit 270 kg Inhalt und 750 kg Löschpulver. Die Löschmittel werden über Löschmonitore auf dem Dach, an der Fahrzeugfront und über Düsen zum Eigenschutz am Unterboden ausgebracht. Natürlich gibt es auch Schnellangriffseinrichtungen für den Innenangriff in Flugzeugen.

Die 42 Tonnen schweren, vierachsigen Fahrzeuge, die mit einer Gesamtbreite von 3,75 Metern von einem 1000 PS starken Dieselmotor angetrieben werden, können innerhalb kürzester Zeit auf 135 km/h beschleunigen und können so auf dem offenen Gelände des Flughafens jeden möglichen Einsatzort innerhalb von zwei bis drei Minuten erreichen.

Das folgende Video zeigt die Fahrzeuge bei einer Übung auf dem Flughafengelände

Die Pumpe selbst verfügt über einen separaten, vom Antriebsmotor unabhängigen Motor, der eine Leistung von 420 PS hat, 8.000 l Wasser pro Minute mit 10 bar ausbringen kann und dies mit dem Monitor auf dem Dach bis zu 70 Meter zielgenau werfen kann. Gesteuert werden die Löscheinrichtungen computergestützt mit Joysticks aus dem Mannschaftsraum heraus. Eine Variante dieser Fahrzeuge besitzt anstelle des Wasserwerfers eine Löschspitze, mit der in die Flugzeughaut eingedrungen und das Löschmittel direkt ausgebracht werden kann. Die Flughafenfeuerwehr Stuttgart verfügt über insgesamt vier dieser riesigen Löschfahrzeuge, zwei mit dem großen Wasserwerfer und zwei mit der Löschlanze.

Der Fuhrpark besitzt noch viele weitere Fahrzeuge, insgesamt 24, darunter eine Drehleiter für Rettungshöhen von maximal 23 Metern, einen Teleskopmast für Rettungshöhen bis 54 Meter, einen Kranwagen zur Flugzeugbergung und noch viele andere.

Die Flughafenfeuerwehr hat 75 hauptamtliche Kräfte und rückt zu jährlich ca. 4500 Einsätzen aus. Die Aufgaben umfassen nicht nur den Flugzeugbrandschutz, sondern auch die Technische Hilfeleistung bei Flugzeugunfällen, den Gebäudebrandschutz für das gesamte Flughafengelände und den Betrieb einer Rettungsdienststation.

Weitere Informationen zum Flughafen und speziell zur Flughafenfeuerwehr Stuttgart gibt es auf der folgenden Internetseite: www.flughafen-stuttgart.de.

Nach einer kurzen Stärkung bei einem bekannten amerikanischen Fast-Food-Restaurant fuhren wir dann weiter nach Zuffenhausen.

Unser nächstes Ziel war dann eine allererste Adresse: Porscheplatz 1, genauer gesagt das vor zwei Jahren neu erbaute, 100 Millionen teure Porsche-Museum mit seiner beeindruckenden Architektur. In einer sehr interessanten Führung bekamen wir hier Ingeniuerskunst vom Feinsten zu sehen. Die Tour führte von den Anfangszeiten des Ferdinand Porsche bis zum aktuellen Porsche Panamera. Klasse erklärt und zum Anfassen wurden uns die verschiedenen Baustoffe gezeigt, die in den Sportwagen Verwendung finden. Beeindruckend in der einer Spirale innerhalb des Museums, in dem 80 Fahrzeuge zu bewundern sind, die allerdings innerhalb des Jahres häufiger wechseln, da die meisten Rennfahrzeuge noch fahrbereit sind und bei Klassiker-Rennen eingesetzt werden. Deswegen spricht man hier vom "Rollenden Museum". Die zwei eingeplanten Stunden waren allerdings gefühlt zu wenige, das Porsche-Museum ist einen ganzen Ausflugstag wert, vorausgesetzt, man interessiert sich für Technik und Autos natürlich.

Mehr Infos zum Porsche-Museum gibt´s hier: www.porsche.com.

Um 15:30 Uhr traten wir dann die Heimreise an und nach der einstündigen Heimfahrt wurden wir dann im Feuerwehrhaus bereits erwartet, der Grill war heiß und die Bratwürste haben lecker geschmeckt.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Sven, der den Ausflug organisiert hat, alle Mitfahrer und an unseren Mann am Grill.

 

 

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